Klinikum Wilhelmshaven

Das Klinikum an der Nordsee

Patienteninformation

Was gilt es vor einer Narkose zu beachten?

Essen und Trinken vor der Narkose

Grundsätzlich sollten Sie nüchtern zu einem diagnostischen oder operativen Eingriff erscheinen. Das bedeutet, ab 24.00 Uhr des Vortages sollten Sie keine „feste" Nahrung zu sich nehmen. Eine darüberhinausgehende Nahrungskarenz, z.B. im Verlauf des Vortags des Eingriffs, ist nicht empfehlenswert und kann potentiell sogar Ihr Wohlbefinden nach dem Eingriff nachteilig beinträchtigen. Bis zu zwei Stunden vor der Operation dürfen Sie in der Regel noch kleinere Mengen klarer Flüssigkeit zu sich nehmen. Zu „klaren" Flüssigkeiten gehören z.B. Wasser, Säfte ohne Fruchtfleisch, Tee und Kaffee ohne Milch.

Passage nachgewiesenermaßen der Fall ist. Fruchtsäfte mit Fruchtfleisch und Milch verbeiben in der Regel länger im Magen und dürfen daher nicht konsumiert werden, sondern unterliegen einer 6-stündigen Karenzzeit!

Falls bei Ihnen Besonderheiten des Magen-Darm-Traktes bekannt sind, informieren Sie uns bitte darüber, sodass der Narkosearzt ein individuelles Vorgehen bezüglich der Nüchternheit mit Ihnen im Vorgespräch festlegen kann.

Für Kleinkinder gelten gesonderte Zeiten, in denen sie vor einer Operation keine Nahrung mehr zu sich nehmen dürfen. Informationen hierzu erhalten Sie während des Aufklärungsgespräches.

 

Einnahme von Medikamenten vor der Narkose

Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, besprechen Sie dies bitte beim Vorbereitungsgespräch mit Ihrem Narkosearzt. Welche Medikamente vor der Operation noch eingenommen werden dürfen oder welche Medikamenteneinnahme pausieren sollte, wird Ihnen erklärt.

 

Bei Bedarf: Beruhigungstablette vor Operationsbeginn

Wenn Sie es wünschen, können Sie kurz vor Operationsbeginn eine Beruhigungstablette erhalten, die Sie mit einem Schluck Wasser einnehmen dürfen.

 

Weitere Vorbereitung

Bitte schminken Sie sich ab (Make-Up, Nagellack etc.) und bringen Sie keine Prothesen, Schmuckstücke (inklusive Piercings) und Sehhilfen mit in den OP.

 

Besonderheiten nach ambulanten Eingriffen

Berücksichtigen Sie bitte bei ambulanten Eingriffen, dass Sie innerhalb von 24 Stunden nach der Narkose oder örtlichen Betäubung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen und wegen eventueller Beeinträchtigung des Urteilsvermögens nur eingeschränkt geschäftsfähig sind.

Bringen Sie für die Rückfahrt von der Klinik eine Begleitperson mit. Auch sollte sichergestellt sein, dass Sie 24 Stunden nach dem Eingriff eine Person in Ihrer Nähe haben.

Anästhesievorgespräch, Anästhesiesprechstunde, Anästhesieambulanz

Vor einer Operation oder Untersuchung findet ein Gespräch zwischen Ihnen und dem Narkosearzt (Anästhesisten) statt. Bei diesem Gespräch erhebt der Anästhesist Ihre Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse und der Art des Eingriffs wählt der Anästhesist in Absprache mit Ihnen das optimale Anästhesieverfahren für Sie aus. Nach Möglichkeit wird dabei auf Ihre Wünsche Rücksicht genommen.

Während des Gesprächs besteht die Möglichkeit, ausführlich auf Ihre Fragen und Sorgen einzugehen.

 

Ort des Gesprächs

Das Anästhesiegespräch findet entweder in der Anästhesieambulanz/ Anästhesiesprechstunde (Ebene 0, Tel.: 04421.89.1234) statt oder der Anästhesist kommt zu Ihnen auf die Station.

 

Termin des Gesprächs

Um die Organisation des Anästhesiegesprächs brauchen Sie sich im Allgemeinen nicht zu kümmern. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass in Absprache mit Ihnen ein fixer Termin dafür vereinbart wird, an dem Sie sich mit sämtlichen relevanten Unterlagen und Befunden bei uns vorstellen, oder aber, dass Sie nach dem Gespräch mit Ihrem Operateur direkt zu uns in die Anästhesieambulanz/ Anästhesiesprechstunde kommen. Dies erspart Ihnen einen weiteren Besuch bei uns, allerdings kann es in diesem Fall vorkommen, dass Sie auch schon mal ein wenig warten müssen.

Für den Fall, dass Sie eine umfangreiche Krankengeschichte haben oder aber wichtige Befunde vorliegen sollten, empfiehlt es sich, einen fixen Termin zu vereinbaren.

Grundsätzlich erfolgt bei geplanten Eingriffen das Anästhesievorgespräch spätestens am Vortag der Operation (bei Notfällen oder auch in seltenen begründeten Einzelfällen am Operationstag).

 

Vorbereitung auf das Gespräch

Für das Narkosegespräch müssen Sie nicht nüchtern erscheinen. Bitte bringen Sie Ihre aktuelle Krankenakte und, wenn vorliegend, Arztbriefe oder Medikationspläne mit.

Der Patient, der operiert werden soll, muss persönlich (auch bei Kindern oder betreuten Personen) bei dem Gespräch anwesend sein, da eine körperliche Untersuchung erfolgt und die Krankengeschichte erhoben wird. Im Vorfeld wird Ihnen ein Fragebogen ausgehändigt, in dem Sie bereits wesentliche Fragen zu Ihrer Krankengeschichte, Ihrer Gesundheit und Ihren Gewohnheiten beantworten sollten und in diesem finden Sie auch noch einmal schriftlich alles Wesentliche rund um das Thema Narkose.

Viele Menschen sind vor einer Operation aufgeregt und es ist verständlich, dass man sich Gedanken über den Eingriff macht und viele Fragen stellt. Bitte zögern Sie nicht, Fragen zu stellen, auch solche Fragen, die Sie als vermeintlich trivial oder eventuell sogar peinlich empfinden. Wir möchten, dass Sie möglichst gut informiert sind und keine unbeantworteten Fragen „im Raum stehen" bleiben. Im Fokus des Anästhesievorgesprächs oder auch Prämedikationsgesprächs mit dem Anästhesisten steht natürlich das für Sie am besten geeignete Anästhesieverfahren. Darüber hinaus werden sämtliche Aspekte, die mit Ihrem Eingriff und Ihrem Wohlbefinden in unmittelbarem Zusammenhang stehen, besprochen. Sicherlich können hier viele Fragen beantwortet und Ängste abgebaut werden.

Auch erklären wir Ihnen, welche Verhaltenshinweisen Sie beachten sollten und wie genau der Operationstag ablaufen wird. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass die eine oder andere Frage nach dem Anästhesievorgespräch auftaucht, wenn Sie schon wieder daheim sind. Scheuen Sie sich nicht, uns in einem solchen Fall zu kontaktieren.

Unter Tel.: 04421.89.1275 können Sie während des Tages Kontakt mit einem Mitglied unseres Ärzteteams aufnehmen (Sekretariat).

Nach 15.30 Uhr steht Ihnen in dringenden Fällen ein Mitglied unseres Bereitschaftsteams unter der Telefonnummer 04421.89.0 (Empfang) zur Verfügung.


Klinik für Anästhesiologie,
Notfallmedizin und Operative
Intensivmedizin, Zentrum für
Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS)

ChefarztProf. Dr. med. Kai Goldmann, MBA, DEAA
Sekretariat Tel.: 04421.89.1275
Fax: 04421.89.1271
Öffnungszeiten Öffnungszeiten des Sekretariats Mo. bis Do. 8.30 bis 17.15 Uhr
Fr. 8.00 bis 13.30 Uhr
Sprechstunden Termine nach Vereinbarung
E-Mail schreiben

Downloads

Informationsflyer "Schmerztherapie"
PDF-Download Informationsflyer "Zentrale Notaufnahme" (ZNA)
PDF-Download Informationsflyer "Ambulante Operationen"
PDF-Download Fortbildung am Mittwoch, 09.10.2019 - Akute Pankreatitis - eine interdisziplinäre Herausforderung
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