Klinikum Wilhelmshaven

Das Klinikum an der Nordsee

Stationen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Wilhelmshaven können Patienten auf spezialisierten Stationen untergebracht werden.

PSY 1 Akutaufnahmestation

Unsere Akutaufnahmestation PSY 1 befindet sich im Erdgeschoss der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. 

Auf dieser Station werden Patienten in akuten Krisen wie z.B. bei akuter Suizidgefahr, mit akuten Depressionen sowie mit akuten Psychosen behandelt.

Es handelt sich um eine geschützt-geschlossene Station. Ausgangsregelungen werden individuell mit dem therapeutischen Team besprochen.

Die geschützt-geschlossene Station PSY 1 hat einen eigenen kleinen Garten. Auf der Station arbeiten neben Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern auch erfahrene Pflegefachkräfte.

Oberärztin der Station PSY 1 ist Frau Susanne Heimann.

PSY 2 Memory-Station, Station für ältere Erwachsene

Die Gerontopsychiatrie wird als eigener Teilbereich der Psychiatrie verstanden und beschäftigt sich mit psychiatrischen Erkrankungen älterer Menschen.

Psychiatrische Erkrankungen können sich vor dem Hintergrund körperlicher Erkrankungen zeigen, in frühere Lebensabschnitte zurückreichen oder auch neu entstehen. Steht bei einem älteren Menschen eine psychische Störung im Vordergrund und reicht eine ambulante Behandlung nicht aus, sollte eine gerontopsychiatrische stationäre Behandlung erfolgen.

Zu den entsprechenden Krankheitsbildern gehören beispielsweise:

  • Verstimmungen bis hin zur Depressionen im Alter
  • Partnerschaftskrisen im Alter
  • Sucht im Alter
  • Ängste
  • Schlafstörungen und Unruhe
  • Sozialer Rückzug
  • Nachlassen der Gedächtnisfunktion und Konzentrationsfähigkeit
  • Schmerzen körperlichen oder seelischen Ursprungs
  • Verwirrtheitszustände und Desorientiertheit
  • Wahrnehmungsstörungen im Sinne von Halluzinationen
  • Realitätsverkennungen verschiedener Ausprägungen
  • Gereiztheit und belastende Stimmungsschwankungen

Gerontopsychiatrische Erkrankungen können ergänzend zur gerontopsychiatrischen Station/Memory-Station PSY 2 auch auf der Wahlleistungsstation PSY 3, teilstationär in der Tagesklinik oder in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) behandelt werden.

Leitender Oberarzt der Station PSY 2 ist Herr Dr. med. Andreas Rediske.

PSY 3 Depressionsstation - Wahlleistungsstation

Die Depressionsstation befindet sich auf der 3. Etage der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Auf der PSY 3 werden privatversicherte Patienten und Selbstzahler von einem erfahrenen Behandlungsteam, welches sich aus Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie, psychologischen Psychotherapeuten, Assistenzärzten sowie entsprechend ausgebildeten Pflegefachkräften zusammensetzt, behandelt. Diese Station betreut vorrangig Patienten mit Depressionen sowie Angststörungen. Auch andere psychiatrische Krankheitsbilder werden hier behandelt.

Die Station verfügt über einen Bereich mit Patientenzimmern. Dies sind 1-Bett- und 2-Bett-Zimmer, die mit Fernsehern und Nasszellen (Dusche und WC) ausgestattet sind.

Zudem gibt es Aufenthalts- und Therapieräume (z.B. Physiotherapie, Ergotherapie), einen Raum mit Badewanne sowie einen großen, gemeinschaftlich genutzten Speiseraum. 

WLAN steht für Patienten auf dieser Etage zur Verfügung.

Oberarzt der Station PSY 3 ist Herr Tom Pieper.

PSY 4 Station für junge Erwachsene, Allgemeinpsychiatrie

Die Station PSY 4 bietet nicht nur Behandlungen speziell für junge Erwachsene an, sondern ist auch eine allgemeinpsychiatrische Station.

Die Ärzte und Psychologen der Allgemeinpsychiatrie behandeln das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen des Erwachsenenalters wie

  • Depressionen
  • Schizophrenien
  • Angststörungen
  • Neurosen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Erkrankungen.

Der Behandlungsrahmen umfasst Akut- und Krisenbehandlungen, die medizinische Rehabilitation sowie die Notfallprophylaxe und Nachbehandlung. Zudem kommen umfangreiche psychiatrisch-internistische, psychologische und neurologische Diagnostiken zum Einsatz. Dabei wird die Differentialdiagnose berücksichtigt. Laborchemische, körperliche und bildgebende Verfahren ergänzen die diagnostischen Maßnahmen.

Die stationäre Unterbringung erfolgt in 2- und 3-Bett Zimmern.

Oberärztin der Station PSY 4 ist Frau Dr. Ofelia Carmen Capata

PSY 7 Station Psychotherapie und Psychosomatik

Auf Station PSY 7 Psychotherapie und Psychosomatik erfolgt eine intensive psychotherapeutische Arbeit mit der Schematherapie.

Folgende Krankheitsbilder werden behandelt:

  • Ängste und Angstzustände
  • Depressionen
  • Schwere Krisen in Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten, Unfällen oder schweren körperlichen Erkrankungen (auch PTBS)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Belastungs- und Erschöpfungszustände
  • Lebens- und Sinnkrisen
  • Psychosomatische Störungen

Die Schematherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie geht davon aus, dass es bestimmte erlernte Grundschemata des Menschen gibt, die darauf abzielen, die seelischen Grundbedürfnisse zu befriedigen und hierzu das Verhalten von Menschen steuern.

Die Schematherapie ist insbesondere ein Erklärungs- und Behandlungsmodell für Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen. Sie geht davon aus, dass in der Kindheit und im Verlauf des Lebens Schemata erworben werden, die weitgesteckte Muster aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen beinhalten und das Verhalten steuern. Diese können mit der eigenen Persönlichkeit unvereinbar sein, ihr entgegenstehen und hinderlich (also ich-dyston) sein. Problematische (dysfunktionale) Verhaltensweisen entstehen dabei als Reaktion auf ein Schema, sind jedoch selbst kein Teil des Schemas.

Ein maladaptives Schema entsteht durch schädliche Kindheitserlebnisse, die auf der Verletzung menschlicher Grundbedürfnisse basieren. Dabei werden traumatische Erlebnisse, die Erfahrung der Nichterfüllung wesentlicher Grundbedürfnisse durch die frühen Bezugspersonen, aber auch deren Übererfüllung durch „zu viel des Guten" oder selektive Internalisierung bzw. Identifikation mit wichtigen Bezugspersonen unterschieden. Somit entstehen fast alle Schemata durch schädigende (jedoch nicht unbedingt traumatische) Erlebnisse, die sich während der Kindheit und Adoleszenz regelmäßig wiederholen und gemeinsam zur Ausprägung des Schemas führen.

Schemata werden aufgrund des menschlichen Strebens nach Konsistenz aufrechterhalten. Obwohl es Leiden verursacht, fühlt sich das Schema „richtig" an, da Meschen damit vertraut sind. Aus diesem Grund fühlt man sich durch Ereignisse angezogen, die das eigene Schema aktivieren. Darin überschneidet sich der Schemabegriff der Schematherapie mit dem Begriff des unbewussten neurotischen Konflikts der psychodynamischen Therapien, der sich in repetitiv-dysfunktionalem Beziehungsverhalten zeigt.

Sie zählt zur sogenannten dritten Welle der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapien und erweitert die Methoden der kognitiven Therapie um Elemente psychodynamischer Konzepte sowie um andere bewährte psychologische Theorien und Therapieverfahren wie die Objektbeziehungstheorie, die Transaktionsanalyse, die Hypnotherapie und die Gestalttherapie. Sie wurde von Jeffrey E. Young aus der „kognitiven Therapie für Persönlichkeitsstörungen" nach A. Beck entwickelt. Young war jahrelang in der Gruppe um Beck tätig. Viele Schematherapeuten sind Mitglieder der International Society for Schema Therapy (ISST).

Der Schemabegriff der Schematherapie darf jedoch nicht mit dem tiefenpsychologioschen Begriff „Konfliktschema" aus den Psychodynamischen Psychotherapien (analytische und tiefenpsycholgisch fundierte Psychotherapie) verwechselt werden. Dort beschreibt ein Konfliktschema im Gegensatz zum stabilen innerpsychischen Schema der Schematherapie „kein umschriebenes stabiles Konfliktmuster", wie es bei sog. strukturellen Störungen typisch ist  S.100. Young bezeichnet solche früh erworbenen hinderlichen Schemata als „frühe maladaptive Schemata" (Early Maladaptive Schemas). Bei einem frühen maladaptiven Schema handelt es sich nach Young u. a. (2005, S.36) um „ein weitgestrecktes, umfassendes Thema oder Muster, das aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen besteht, die sich auf den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen beziehen, ein Muster, das in der Kindheit oder Adoleszenz entstanden ist, im Laufe des weiteren Lebens stärker ausgeprägt wurde und stark dysfunktional ist."

Oberärztin der Station PSY 7 ist Frau Dr. Dagmar Gangnus.

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Prof. Dr. med. Here W. Folkerts
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Veranstaltungsflyer zum "Kolloquium am Meer"
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