Klinikum Wilhelmshaven

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Wilhelmshaven, 22.07.2019 - Neue Hüfte - mehr Lebensqualität

Wilhelmshaven, 22.07.2019 – Weil immer mehr Menschen immer älter werden, steigt die Zahl der Patienten, die durch den natürlichen Verschleiß des Hüftgelenkes schmerzhafte Einschränkungen erfahren oder die einen Bruch des Schenkelhalses erleiden. Beide Krankheiten können durch das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes wirksam behandelt werden, führte Dr. Ulrich Rittstieg, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikums Wilhelmshaven, während einer Patientenveranstaltung aus. Unter dem Motto „Differenzierte Hüftprothetik – der Ersatz des natürlichen Hüftgelenkes" stellte er nach einem Exkurs in die rasante Entwicklung der Prothetik seit dem Einbau des ersten Hüftgelenkes im Jahre 1958 die gegenwärtigen Möglichkeiten des Gelenkersatzes mit einem Ausblick in die Zukunft den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung vor.

Der künstliche Hüftgelenkersatz zählt zu den erfolgreichsten Operationen der modernen Medizin. Häufig ist nach eingehender Diagnostik und dem Ausschöpfen der konventionellen Therapien durch Medikamente und Physiotherapie der Gelenkersatz die einzige Möglichkeit, die natürliche Beweglichkeit wieder herzustellen und die Patienten von andauernden, starken Schmerzen zu befreien.

In der modernen Hüftprothetik stehen die unterschiedlichsten Typen der Hüftprothesen und verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung - ganz individuell auf den jeweiligen Patienten bezogen. „Wenn alles reibungslos läuft, beträgt die reine OP-Zeit für eine neue Hüfte rund eine Stunde. Bei den gegenwärtig implantierten Prothesen gehen wir im Normalfall von einer Lebensdauer von 20 Jahren aus. Eine Stunde OP für 20 Jahre höhere Lebensqualität", unterstreicht Dr. Rittstieg.

Jährlich werden auf 100000 Einwohner in Deutschland 284 Hüftprothesen implantiert, Tendenz steigend. Ziel ist es, für jeden Patienten die „richtige" Prothese sowie die individuell

beste Implantationsweise durch die Experten zu wählen. Je nach Patienten werden im Klinikum zementierte oder zementfreie Hüften eingesetzt. Vor dem Eingriff wird jede Hüft-OP detailliert am Computer geplant. „Mit Hilfe der modernen Computertechnik aber vor allem mit dem Expertenwissen des Operateurs gehört die Hüftprothetik heute zu den Standardeingriffen mit sehr guten Erfolgsraten", so Dr. Rittstieg.

Intensiv geforscht wird gegenwärtig an der Herstellung patientenindividueller Prothesen mittels 3D-Druck.

Die Veranstaltung bot Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zur Diskussion.

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