Klinikum Wilhelmshaven

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Wilhelmshaven, 16.05.2019 - Kleines Organ mit großer Wirkung

Wilhelmshaven, 16.05.2019 – Jeder Dritte ist in Deutschland von einer Erkrankung der Schilddrüse betroffen. Da sich die Symptome auf verschiedenste Art und Weise bemerkbar machen, sind diese oft nur schwierig einzugrenzen. So unterschiedlich die Symptome sind, so vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten bei Vorliegen einer Veränderung. Bereits zum dritten Mal bot Priv.-Doz. Dr. Alexandra König, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, mit der Veranstaltung „Tag der Schilddrüse" einen interessanten und abwechslungsreichen Tag rund um das Organ.

Über 140 Gäste haben sich an diesem Tag eingefunden, um den verschiedenen und informationsreichen Themen der Referenten zuzuhören und sich an den Infoständen beraten zu lassen. Zu Beginn der Veranstaltung berichtete Sibilla Dobschinski, Leiterin der Selbsthilfegruppe Schilddrüsenerkrankungen Wilhelmshaven, über ihre Erfahrungen in den letzten 20 Jahren und gab Auskunft über die Arbeit und Angebote der Selbsthilfegruppe. Während einer Schwangerschaft ist es ebenfalls besonders wichtig, auf die Schilddrüse zu achten, da eine Unter- oder Überfunktion Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben kann, betonte Prof. Dr. Susanne Grüßner, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in ihrem Vortrag. Norbert Stöcker, Oberarzt der Medizinischen Klinik II – Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechselerkrankungen und Infektionen, widmete sich dem Schilddrüsenstimulierenden Hormon (TSH) und erklärte den Besuchern, was dieses Hormon bei der konservativen Diagnostik aussagt. Auch die Psyche und das seelische Gleichgewicht eines Menschen kann von einer Erkrankung der Schilddrüse beeinflusst werden. Zu diesem Aspekt gab Prof. Dr. Here Folkerts, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Auskunft. Obwohl die Schilddrüse klein ist, steuert sie mit ihren Hormonen zahlreiche Körperfunktionen – so auch den Herzschlag. Eine Über- oder Unterfunktion dieses Organs kann das Herz aus dem Takt bringen und nachhaltige Schäden verursachen. Einen Einblick in die verschiedenen chirurgischen Therapieoptionen bei einer Schilddrüsenerkrankung (z. B. Schilddrüsenkrebs) zeigte Andrea Galland, Fachärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Selbst das Auge kann von einer Erkrankung der Schilddrüse beeinflusst werden – Endokrine Ophtalmopathie ist dafür der Fachausdruck. Was darunter zu verstehen ist und was gegen das sogenannte Glubschauge getan werden kann, erklärte Marianna Böhme, Augenärztin und -chirurgin der Praxis „Augenärzte am Meer Wilhelmshaven". Eine Stimmbandlähmung kann Folge einer Schilddrüsenresektion sein. Einen Einblick, wie der Weg zurück zur normalen Stimme sein kann, gab Regina Gab-riel, Logopädin der Logopädie-Praxis Wilhelmshaven. Ein weiteres Highlight für die Besucher war die kostenlose Ultraschalluntersuchung, die Ulrich Düntsch, ehemaliger Oberarzt der Medizinischen Klinik IV – Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin, auch in diesem Jahr wieder auf bewährte Weise durchführte. Der Mediziner ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Ultraschalls der Schilddrüse und blickt auf jahrelange Erfahrung zurück.

Durch die Vielfältigkeit und Bandbreite der Erkrankungen, bedarf es einer interdisziplinären Diagnostik und Therapie, die im Klinikum Wilhelmshaven unter einem Dach zu finden sind. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ansprechpartnern sind die Patientinnen und Patienten ohne lange Wege bestens versorgt. Wichtig ist, dass die sie heute viel individueller in Bezug auf ihre Erkrankung, aber auch in Hinblick auf ihren Bedürfnissen be-handelt werden.

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