Klinikum Wilhelmshaven

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09.07.2018 - Neueste Erkenntnisse vom Krebskongress für unsere Patienten nutzen

Wilhelmshaven, 09.07.2018 – Jährlich werden beim amerikanischen Krebskongress (ASCO) die neuesten Erkenntnisse aus der Onkologie vorgestellt. Um die dort gemachten Fortschritte in die medizinische Praxis überführen zu können, organisierte das Klinikum Wilhelmshaven das ASCO Update 2018. Rund 40 Ärzte aus Wilhelmshaven und der Region nutzten den Abend für angeregten Austausch und Diskussion. Durch die Fachveranstaltung führte Dr. Christian Mozek, Chefarzt der Medizinischen Klinik IV für Innere Medizin, Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum Wilhelmshaven.

In diesem Jahr wurde der Schwerpunkt auf neue therapeutische Substanzen gelegt. „Die Entwicklung neuer Medikamente schreitet rasant voran. Es wird längst nicht mehr nur mit Chemotherapie behandelt. Vielfach ist es eine Mischung verschiedener Substanzen und Verfahren, weshalb wir uns über praktische Erfahrungen und Grenzen austauschen müssen", erläutert Dr. Mozek.

Der international anerkannte Experte und Leiter der Spezialambulanz für Lymphome des Uniklinikums München, Prof. Martin Dreyling, startete mit seinem Vortrag zu aktuellen Therapiestandards bei Chronisch Lymphatischer Leukämie und Mantelzelllymphom. Besondere Berücksichtigung fand dabei der Einsatz neuer Substanzen in der Behandlung. „Welche Substanzen und Kombination der Verfahren Erfolg versprechend sind, hängt längst nicht mehr nur vom Alter des Patienten ab. Berufliches Umfeld und die grundsätzliche Fitness spielen eine entscheidende Rolle, welche Therapie individuell Sinn macht", beschreibt Prof. Dreyling seine Praxiserfahrungen.

Danach widmete sich Dr. Jürgen Barth, Apotheker für klinische Pharmazie an der Studienzentrale der Universität Gießen, den allgemeinen Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen und Nahrungsmitteln in der oralen Krebstherapie. Anschaulich vermittelte er,

welche Faktoren bei der Einnahme von Medikamenten eine Rolle spielen können. Diese sind u. a. die Einnahmezeiten, die Frage nüchtern oder zur Mahlzeit sowie die Flüssigkeitsmenge. „Im Gespräch sollten Patient und Arzt auch möglichst offen über alle Nahrungsergänzungsmittel, Tees oder spezielle Ernährungsvorlieben sprechen. Je nach Medikament können es in Einzelfällen die abwegigsten, vermeintlich harmlosen Inhaltsstoffe sein, die unnötige Wechsel- und vor allem Nebenwirkungen in der Krebstherapie erzeugen," erklärte Dr. Barth abschließend.

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