Brustkrebs: Klinikum Wilhelmshaven und Friesland Kliniken beschließen weitere Kooperation und enge Zusammenarbeit
Stärkung der medizinischen Versorgung der Region / Standortnahe Versorgung für betroffene Frauen bei der Behandlung von Mammakarzinomen gesichert
Wilhelmshaven/Friesland, 16.01.2026 - Das Klinikum Wilhelmshaven und die Friesland Kliniken arbeiten im Bereich der Behandlung von Brustkrebs seit diesem Jahr noch enger zusammen. „Wir haben eine entsprechende Kooperation beider Häuser vereinbart", geben die Geschäftsführungen bekannt. Im Dezember haben die Aufsichtsräte grünes Licht für die weitere Zusammenarbeit gegeben. „Damit sichern wir die regionale Versorgung bei Brustkrebsoperationen und damit der Behandlung der häufigsten Krebserkrankung von Frauen", sagt die Geschäftsführerin der Friesland Kliniken Petra Hohmann. Ihr Pendant im Klinikum Wilhelmshaven, Norman Schaaf, betont: „Diese Kooperation optimiert die Versorgung unserer Patientinnen und stärkt beide Standorte. Zudem ist es ein weiteres starkes Signal des Zusammenwachsens auf dem Weg zum geplanten Zentralklinikum."
Künftig bündeln beide Häuser ihre Kompetenzen im medizinischen Fachbereich der Senologie und damit der Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinome). Mit dieser Kooperation ist ebenso die zu beantragende Leistungsgruppe gesichert. Gemeinsam erfüllen beide Häuser die dafür geforderten Auflage von mindestens 100 Brustkrebsoperationen jährlich. Beide Krankenhäuser kombinieren dabei ihre Kompetenzen und stellen damit die medizinische Versorgung in der Region in diesem Fachbereich nachhaltig sicher.
Die Kooperation umfasst einen fachlichen Austausch und eine enge Zusammenarbeit beider Krankenhäuser. „Dies sichert nicht nur die bestehende Versorgung, sondern eröffnet auch eine perspektivische Weiterentwicklung", betonen die Geschäftsführungen. Die chirurgischen Eingriffe werden dabei aus organisatorischen und strukturellen Gründen in Wilhelmshaven konzentriert. Die Brustkrebspatienten der Friesland Kliniken werden aber weiterhin durch Operateure der Geburtshilfe und Frauenheilkunde des St. Johannes-Hospitals in Varel betreut, die des Klinikums Wilhelmshaven durch deren Operateure. Dies gewährleistet eine einheitliche Betreuung aller Patientinnen. Sprechstunden, Behandlungen, Diagnostik und Therapie im Bereich der Senologie finden wie gewohnt sowohl in Wilhelmshaven als auch in Varel statt.
Maßgeblich mit ausgehandelt hatten die Leitenden Oberärzte Dr. Christoph Messner (Friesland Kliniken) und Bert Hendrik Holmer (Klinikum Wilhelmshaven) die Kooperationsvereinbarung: „Aus unserer Sicht ist das eine sehr gute Lösung, die sowohl die Gynäkologie im Klinikum Wilhelmshaven als auch in den Friesland Kliniken stärkt." Die Zusammenarbeit sei bereits in der Vergangenheit stets auf einer kollegialen und konstruktiven Basis erfolgt. Die Kooperation sei ein weiterer konsequenter Schritt, um diese gemeinsame Basis im Sinne der Patientinnen und der Region zu stärken.
Hintergrund
Nach dem Krankenhausstrukturgesetz müssen sich die Krankenhäuser für sogenannte Leistungsgruppen bewerben. Davon gibt es 65. Die Leistungsgruppe 41 beinhaltet die Senologie. Durch die Bündelung der Kräfte und Kapazitäten des Klinikums Wilhelmshaven und der Friesland Kliniken am Standort St. Johannes-Hospital Varel werden die geforderten Mindestfallzahlen von 100 Brustkrebsoperationen erfüllt. Dies sichert eine dauerhafte und standortnahe Versorgung im Bereich dieser Leistungsgruppe 41 in Friesland und Wilhelmshaven.
Für die Leistungsgruppe 41 hat das Klinikum Wilhelmshaven aufgrund der strukturellen Voraussetzungen und in Abstimmung mit den Friesland Kliniken einen entsprechenden Antrag gestellt. Diesen Antrag hat der Landesverband der Krankenkassen im Januar 2026 genehmigt. Der gleichzeitig geschlossenen Kooperationsvereinbarung der beiden Häuser über die Zusammenarbeit im Bereich der Senologie waren intensive Gespräche auf medizinischer Ebene vorangegangen, die von den Leitenden Oberärzten Bert Hendrik Holmer (Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologie am Klinikum Wilhelmshaven) und Dr. Christoph Messner (Geburtshilfe und Gynäkologie der Friesland Kliniken am Standort St. Johannes-Hospital in Varel) geführt wurden.