Klinikum Wilhelmshaven
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Die Krebsexperten vom Klinikum – Am 4. Februar ist Weltkrebstag

Wilhelmshaven 28.01.2022 – Die Diagnose Krebs erhalten jedes Jahr über 500.000 Menschen in Deutschland. Millionen Menschen leben mit der Diagnose. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung in der Bevölkerung werden die Krebserkrankungen voraussichtlich noch zunehmen. Aber: Nicht nur die Anzahl der Erkrankungen nimmt zu, auch die Möglichkeiten, sich vor einer Erkrankung zu schützen oder sie in einem frühen Stadium zu erkennen. In den letzten Jahrzehnten hat es in der Behandlung von Krebs immense Fortschritte gegeben, viele Krebsarten sind oft gut behandelbar und sogar heilbar, auch ist es heutzutage möglich, die Lebensqualität entscheidend zu verbessern.
Am Klinikum Wilhelmshaven stehen Experten in der Diagnose und Therapie verschiedenster onkologischer Erkrankungen für die Patienten bereit und versorgen diese leitlinienorientiert. Von der Diagnose über die Beratung und Durchführung der individuellen Therapie bis hin zur psychoonkologischen Begleitung für Betroffene und Angehörige – die onkologische Behandlung im Klinikum setzt auf Interdisziplinarität und neueste medizinische Erkenntnisse. „Wie die Krebserkrankung eines Patienten oder einer Patientin behandelt wird, ob medikamentös, operativ, mit Chemotherapie und, oder mit Bestrahlung, ist vom Stadium der Erkrankung und der Beschaffenheit des Tumors abhängig", erläutert Dr. Christian Mozek, Chefarzt für Hämatologie, Internistische Onkologie, Palliativmedizin. Zu Beginn einer Behandlung steht zunächst die Diagnose. Basis hierfür stellt dabei auch die radiologische Diagnostik dar, die neben der Bildgebung verschiedenster Verfahren, ob MRT, CT oder Mammographie auch die Möglichkeit eröffnet, Biopsien von Gewebe durchzuführen. „Die Radiologie ist für die Früherkennung von Tumoren wesentlich. Wir können mittlerweile kleinste Veränderungen im Gewebe sehen. Auch können wir mit Hilfe unserer Bildgebung eine Verlaufskontrolle ermöglichen und überprüfen, wie gut ein Patient auf eine bestimmte Therapie reagiert", so Prof. Dr. Wieland Staab, Chefarzt der Abteilung für Radiologische Diagnostik und Intervention. Oft fällt die Behandlung von Tumoren in verschiedene Fachgebiete, insbesondere wenn der Krebs gestreut hat. „Es ist wichtig, sich mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und gemeinsam zu beraten, welche Therapieschritte einem Patienten individuell am besten helfen. Dazu kommen wir in wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen zusammen", ergänzt Dr. Marcus Schmitt, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechselerkrankungen und Infektionen. Und weiter: „Wir arbeiten eng mit dem UCCH, dem Universitären Cancer Center Hamburg zusammen, dem Tumorzentrum der Universitätsmedizin Hamburg. Diese enge Kooperation ermöglicht den Patienten, auf sehr kurzem Weg eine Zweitmeinung einholen zu können."
„Zunehmendes Alter, aber auch familiäre Faktoren erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken. Wenn etwa viele nahe Angehörige bereits an Krebs erkrankt sind, sollten Vorsorgeuntersuchungen intensiviert werden", so Prof. Dr. Susanne Grüßner, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Auch sei es möglich, eine genetische Fachberatung in Anspruch zu nehmen. „Die minimalinvasiven Verfahren mit kurzer stationärer Verweildauer sind unsere bevorzugten Vorgehensweisen bei z. B. gesicherten gynäkologischen Tumoren."
Ein gesundheitsbewusstes Leben ist nachweislich ein sehr gute vorbeugende Maßnahme gegen Krebs: Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung sowie der Verzicht auf Zigaretten und ein Alkoholkonsum in Maßen minimieren das Krebsrisiko erheblich. Priv.-Doz. Dr. Alexandra König, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, operiert onkologische Patientinnen und Patienten. Für die Heilungschancen ist es entscheidend, den Tumor komplett operativ zu entfernen. „Heutzutage ist es möglich, viele Tumore über lapraskopische Operationen (Bauchspiegelung), mit Laser oder aber endoskopisch zu operieren", berichtet die Chefärztin und ergänzt: „Wir haben am Klinikum durch unsere interdisziplinäre Ausrichtung die Möglichkeit, Patienten ganzheitlich zu behandeln. Wenn ein Tumor in der Gebärmutter beispielsweise in den Darm gestreut hat, sind wir auch interdisziplinär in der Lage, den gesamten Tumor in nur einer OP zu entfernen." Bei einigen Patientinnen und Patienten wird die Operation noch um eine Chemo- oder Strahlentherapie ergänzt. Diese sogenannte adjuvante Therapie soll im Körper verbliebene Krebszellen zerstören. „Modernste Technik erlaubt heute eine sehr präzise Bestrahlung, sodass gesundes, umliegendes Gewebe nur minimal belastet wird. Mit dem neuen Linearbeschleuniger, den wir in diesem Jahr erhalten werden, können wir künftig noch mehr Patienten versorgen", berichtet Dr. Dipl. phys. Birgit Rauchenzauner, Chefärztin der Klinik für Strahlentherapie.
„Entscheidend ist die Vorsorge und eine fundierte Information", fasst Chefarzt für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie sowie Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Tumorbiologie und Integrative Medizin, Dr. Enis Tanović zusammen. „Das gilt einmal mehr in Pandemiezeiten. Wenn eine Krebserkrankung frühzeitig erkannt wurde, ohne dass der Krebs gestreut hat, sind die Voraussetzungen für einen guten Verlauf wesentlich größer. Wichtig ist, sich bei dem Hausarzt oder der Hausärztin über die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen zu informieren. " Mit den onkologischen Expertinnen und Experten macht sich das Klinikum bereit, dem demografischen Wandel in der Bevölkerung Rechnung zu tragen und eine wohnortnahe Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten", ergänzt Prof. Dr. Kai Goldmann, Ärztlicher Direktor.

 

BU: von links: Dr. Christian Mozek, Prof. Dr. Kai Goldmann, Priv.-Doz. Dr. Alexandra König, Dr. Enis Tanović, Dr. med. Dipl. phys. Birgit Rauchenzauner, Dr. Marcus Schmitt, Prof. Dr. Susanne Grüßner

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