Klinikum Wilhelmshaven
Das Klinikum an der Nordsee

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Auf den Herbst und Winter bestens vorbereitet

Wilhelmshaven 14.10.2020 – Die Vorbereitung des Herbstsymposiums, der Tag der Patientensicherheit, das überregionale Hygieneforum, eine Hebammenfortbildung – das sind Beispiele des Alltags im Klinikum Wilhelmshaven, allerdings aus dem letzten Jahr. Seit März dieses Jahres verändert die COVID-19-Pandemie den Klinikalltag. Die bestmögliche Patientenversorgung ist nach wie vor oberstes Ziel, doch die Bedingungen sind andere. Nach dem landesweiten Lockdown im Frühjahr konnte in den Sommermonaten unter strengen Hygieneregeln der Klinikbetrieb fast wieder auf das normale Maß gefahren werden. Verschobene elektive Eingriffe und Behandlungen, Lockerungen in der Besucherregelung vom anfänglichen totalen Besuchsverbot bis hin zu drei möglichen Besuchern pro Patient und Tag sind Ausdruck der „neuen Normalität". Dahinter steht das oft bis an die Grenzen gehende Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums. „Wir haben unter Leitung der Taskforce, die sich gegenwärtig wöchentlich trifft, die leicht entspannte Sommerzeit genutzt, um uns gut für die Herbst- und Wintermonate zu rüsten. Die steigenden Infektionszahlen belegen allerdings eindeutig, es wird wieder ernst. Doch durch unsere Erfahrungen seit dem Ausbruch des Virus sowie die getroffenen Maßnahmen und detaillierten Verfahrensanweisungen sind wir gut vorbereitet", unterstreicht Dr. Marcus Schmitt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen.

So hat sich beispielsweise die Zeit vom durchgeführten PCR-Test bis zum Vorliegen des Ergebnis erheblich verkürzt: von Proben, die per Kurier werktags und samstags um 6.00 Uhr zum Labor gebracht werden, stehen in der Regel am Nachmittag die Ergebnisse zur Verfügung. Die Ergebnisse der Test vom Nachmittag sind in der Regel noch abends, spätestens bis 9.00 Uhr des nächsten Tages da. Dadurch können die Patientenströme unter den Isolationsbedingungen im Haus optimal geleitet und die freien Kapazitäten für die eigentliche Patientenversorgung genutzt werden. Auch für die Mitarbeitertests ist diese kurze Bearbeitungszeit wichtig. Erstens sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beruhigt, wenn sie den negativen Befund erhalten. Während der gesamten Pandemie hat sich kein Mitarbeiter durch die Patientenversorgung infiziert. Zweitens können sie nach dem negativen Testergebnis weiterhin die Patienten versorgen. Gegenwärtig wird mit dem Labor abgestimmt, welche Kombination des COVID-Testes mit dem Influenza-Test und einem Spezialtest für Kinder möglich ist.

Auch die Kinderklinik sieht sich gut gerüstet für COVID-Verdachtsfälle. Dafür wurde eigens eine Station der Kinderklinik als Verdachts- und Abklärungsstation umgewandelt. Hier können Kinder, bei denen ein Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus besteht bzw. eine solche Infektion ausgeschlossen werden muss und die stationär aufgenommen werden, separat behandelt werden. Das Klinikum hat dafür Sorge getragen, dass auch diese Kinder von einer Person, in der Regel einem Elternteil, für die Dauer ihres stationären Aufenthalts begleitet werden können. Bisher hat sich nur ein Verdachtsfall bei Kindern auch als Sars-CoV-2-Infektion herausgestellt.
Die sehr enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt auf direktem, kurzem Weg ist ein großer Vorteil. Die kommenden Wochen und Monate werden das gesamte Klinikum-Team vor neue Herausforderungen stellen und eventuell neue Maßnahmen erfordern. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeiter ist das A und O. Dazu kann jeder durch die strikte Einhaltung der Hygieneregeln beitragen.

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