Klinikum Wilhelmshaven

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24.10.2018 - Erstes Pflegesymposium an der Nordsee: onkologische und palliative Pflege

 

Wilhelmshaven, 24.10.2018 Wissen verteilt sich, wie man es teilt. So entstehen Kompetenznetzwerke und Kooperationen, die die Versorgung krebskranker Menschen in der Region einrichtungsübergreifend weiter verbessern. 

So der Leitgedanke von Dr. med. Tanja Trarbach, Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Tumorbiologie und Integrative Medizin des Klinikum Wilhelmshaven, der Pflegedirektion und der Fachpflegekräfte der onkologischen und palliativen Station. Zusammen mit der Bildungsakademie riefen sie das „Erste Pflegesymposium an der Nordsee" ins Leben, das kürzlich mit großer Resonanz im Wattenmeerhaus stattfand. Durch neue Therapiemöglichkeiten und umfassende Versorgungsstrukturen haben sich die Anforderungen an Pflegende, die mit krebskranken Menschen arbeiten, in den letzten Jahren erhöht und verändert.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Kommunikations- und Theatertrainerin Helle Rothe. Mit feinsinnigem Humor- nicht als Witz, sondern als eine Form des menschlichen Verstehens und der Warmherzigkeit dem Patienten und sich selbst gegenüber – legte sie den Grundstein für eine anregende Fachveranstaltung.

Dr. med. Tanja Trarbach referierte über die Fortschritte in der Krebsmedizin. Trarbach zeichnete den Weg von den Anfängen der Chemotherapie bis zu den medizinischen Fortschritten der vergangenen Jahre nach. Diese führen über die zielgerichteten Therapien zur Immun-Onkologie, die aktuell zu einer Revolutionierung der Systemtherapie führt. Trarbach betonte, dass immer besser und komplexer werdende Therapien neue Herausforderungen mit sich bringen. Es komme mehr und mehr darauf an, die Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten auf die individuelle Situation und Wünsche des Krebspatienten abzustimmen und für ein nahtloses Ineinandergreifen zu sorgen, um ein Maximum an Lebenszeit und Lebensqualität zu erzielen. Das fordere von allen Professionen und Einrichtungen neue Formen der Fortbildung, Kommunikation, Kooperation und Vernetzung auf lokaler und überregionaler Ebene.

Gaby Horstmann, Fachpflegekraft in der Onkologie, stellte wirksame Pflegemaßnahmen vor, welche belastende Symptome und unerwünschte Wirkungen von Therapien eindämmen und so die Lebensqualität der Patienten verbessern. Aus ihrer jahrelangen Arbeit mit Krebskranken zog sie das

Fazit, dass sich das wissenschaftlich fundierte Wissen über Pflegemethoden deutlich vermehrt hat. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, dieses Wissen besser, flächendeckender und in der gesamten Versorgungskette anzuwenden. Horstmann machte aber auch deutlich, dass die besten Maßnahmen nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn der Patient eine einfühlsame Kommunikation erlebt und ausreichend professionelle Pflegeberatung erhält.

Fachpflegekräfte sowie Chef-/Oberärzte der onkologischen, palliativen und geriatrischen Stationen des Klinikums luden das Publikum nach ihren Vorträgen zur kritischen Diskussion über Gegenwarts- und Zukunftsthemen ein. Am Nachmittag fanden die vier Workshops zu Schwerpunkten der Patientenversorgung großen Anklang. Mit kurzen Impulsvorträgen sorgten zahlreiche Fachexpertinnen und Ärzte des Klinikums für intensive Diskussionen. Es ging um den aktuellen Stand und die Verbesserungsmöglichkeiten zur Vorbeugung von Mangelernährung, Wundversorgung, Schmerzlinderung und zur Vernetzung von Versorgungsangeboten.

Fazit: Das erste Pflegesymposium in Wilhelmshaven und die damit verbundene wohnortnahe Möglichkeit zum Wissensaustausch und persönlichen Kennenlernen der Pflegenden unterschiedlicher Einrichtungen war ein großer Erfolg mit durchweg positivem feedback. Dem Wunsch der Teilnehmer entsprechend ist im kommenden Jahr ein weiteres Pflegesymposium geplant.

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